12. April 2019 Big Sur National Park, Küste am Highway One & Lagerfeuer

Erstmal vorne Weg: das war einer der besten Tage.

Am Morgen erwachten wir ausgeschlafen in Salinas in unserem „Luxuszimmer“. Natürlich wollten wir noch ein letztes Mal die ganzen Vorzüge unserer Behausung nutzen, bevor wir wieder in die Camping Wildnis geschickt werden würden. Daher warme ausgiebige Dusche, frisch aufgebrühter Kaffee, ein super tolles großes Messer zum Schneiden von Melonen sowie Kuschelhunde und Kitty the old Cat. Also ein übertrieben guter Morgen – mit Internet 🙂

Gegen 11:00 machten wir uns dann los und verließen Salinas in Richtung Big Sur. Auf dem Highway One angekommen, strömten uns die Massen auf dieser einspurigen Straße in beiden Richtungen entgegen.

Japaner in Ferraris mit sexy Frauen, das amerikanische Standard Pärchen, die französische Familie. Alles dabei.

Aber es hat sich tatsächlich gelohnt im Zickzack durch Kalifornien zu fahren. Diese Küstenareale, mal schnuckliger Strand, mal schroffe Felsenküste, dazu das aquamarinblaue Wasser des Pazifiks [noch sehr kalt].

Wir hielten an so vielen Aussichtspunkten an, da es einfach nur fantastisch war auf das Blau zu schauen. Zudem strahlend blauer Himmel, Sonne satt und eine starke Meeresbrise. Ich hätte es mir in meinen kühnsten Träumen nicht besser ausmalen können. Natürlich fuhren wir auch über die grazil anmutende Bixby Creek Brücke und schlängelten uns immer weiter direkt am Meer Richtung Los Angeles.
Machten um die Mittagszeit Lunch mit phänomenaler Aussicht, dem kann man sich hier wirklich nicht entziehen, selbst, wenn man wollte 😉

Und fuhren danach immer weiter und weiter den Highway 1 runter. Als wir schließlich in San Simon einen so tollen Strand mit historischer Seebrücke vorfanden, packte uns die Beachlust und wir stürmten ins Wasser und danach auf den langen Steg, auf dem, unter anderem, auch wieder geangelt wurde.
Inzwischen war es schon später Nachmittag, weshalb wir uns entschlossen einen Campingplatz aufzusuchen. Hier gibt es hunderte nah aneinander. Unsere Entscheidung fiel auf den San Simon Creek Campground, so eine herrliche „Empfangsdame“, wahrscheinlich mit philippinischen Wurzeln. Zu nett 🙂

Überhaupt sind alle absolut freundlich und unheimlich informativ und hilfsbereit. Ich war zu voreingenommen am Anfang und dachte, dass ist bestimmt nur aufgesetzt, aber vor Ort wurde ich eines besseren belehrt. Überhaupt stimmen viele meine Vorurteile [zum Glück] nicht überein, andere allerdings schon.
Also mein Partner und ich fanden heraus, dass die Autogröße mit der Hundegröße entgegengesetzt korreliert. Sehr lustig 😀

Auch die Tatsache, dass wirklich alles Eis-gekühlt ist trifft zu, wirklich alles.
Aber das hatte ich ja schon erwähnt. Ah und die Süße ist deutlich heftiger bei Gebäck und Eis und Kakao und Limos…. Weshalb ich versuchen werde darauf nun auch wieder verstärkt zu verzichten – meines Leibesumfangs zum Wohle.

Egal, wir fühlen uns wohl und bauten innerhalb von 5min unser Maxizelt auf, ich denke ich werde es auch Maxi taufen, fuhren einkaufen für ein deftiges BBQ und besorgten Feuerholz. Mit der Wagenladung wieder am Campground angekommen, quatsche uns ein ehemaliger Parkranger an und teilte uns sein Erstaunen darüber mit wie schnell wir dieses Zelt aufgebaut hatten. Wir tauschen uns ein wenig über die Örtlichkeit aus und erzählten von unserer Route, er gab uns noch mehr Tipps und sagte wir sollen uns beim Sequoia National Park wirklich Zeit lassen, diese 2.000 Jahre alten Bäume würden zu uns sprechen – sehr cool, wir freuen uns schon drauf. Überhaupt sollen wir Kalifornien genießen und keinesfalls durchhetzen, es sei der schönste Staat der USA.

Mal wieder beschwingt von den Eindrücken des Tages und happy mit allem erlebten, aßen wir am Feuer, schauten in den klaren Sternen übersäten Himmel, laßen etwas im Lonely Planet für unsere morgige Tour und gingen, als das Feuer abbrannte, zu Bett. Gute Nacht

San Simon Creek Campground