16. April 2019 Echtes Brot und der Beginn einer Liebe – Remington Hot Springs ♨

Nach unserem L.A. Reinfall war ich so aufgebracht, dass ich nur kurz das super nette deutsche Pärchen, welches wir in unserem gemeinsam Airbnb getroffen hatten, erwähnt habe. Die Beiden waren schon seit August 2018 in Europa auf Tour gewesen und ab Anfang Februar 2019 in den USA unterwegs und planten nun Ihre  Weiterreise nach Mexiko [letzten drei Wochen, danach wieder Heimat].

Von Franzi und Luzian erhielten wir wertvolle Tipps für unsere weitere Strecke und gute Bastelanleitungen für Selfmade Kühlboxen. Sehr lustig die beiden und auch eins meiner Highlights bisher.

Nun denn, wir verließen unseren chinesischen Gastgeber, der uns noch frische saure, im eigenen Vorgarten angebaute, Grapefruits schenkte und fuhren Richtung Bakersfield. Ansich, habt ihr bestimmt gemerkt [haha], kann ich den Städten hier sehr wenig abgewinnen, aber die Landschaft hat es mir angetan. Also wieder back to the roots.

Auf unserem Weg wollten wir noch flott schauen, ob der Tipp mit dem besseres Brot im „Whole Food“ Market auch stimmte, weshalb wir am Rande von Los Angeles einen aufsuchten und siehe da, wir fanden ein Weizen-Roggen-Mischbrot mit Kruste in Bioqualität für 6$ [!], es heißt hier „Preußisches Roggenbrot“, also im Momo sähe ein Preußisches Roggenbrot definitiv gehaltvoller aus, aber es ist bisher das beste Brot, welches wir gefunden haben.

Das 6$ Brot

Mit dieser Stärkung im Gepäck nochmal zu Walmart, da mein Partner einen weiteren Schlafsack brauchte, um nicht zu frieren. Dort war dann auch unser erster amerikanischer Aldi, der umgehend inspiziert werden musste. Wir fühlten uns fast wie daheim. Diese Regale und es gab ein paar „typisch“ deutsche Produkte wie Spätzle, eingelegte Gurken, Bohnensuppe, also das, woven Amerikaner klischeehaft glauben, dass es typisch Deutsch sei, na ja egal. Auf jeden Fall offerierte Aldi uns eine tolle – zum Teil bekannte – Produktvielfalt und machte uns [mit seinen Toiletten] sehr glücklich. Allerdings gibt es auch eine lustige Absonderlichkeit. Die Kassierer sitzen so, dass sie einem den Wagen während des Kassiervorgangs einräumen. Irgendwie lustig, nur schlecht für deren Rücken, leider….

Von dort war es dann nicht mehr weit zu den heißen Quellen in Remington Hot Springs am Kern River [ein Geheimtipp vom ersten Zeltplatz, wo sich ein super netter älterer Amerikaner mit uns 30min. unterhalten hatte, während sein Pick Up die ganze Zeit nebenher lief und uns Streckenratschläge gegeben hatte. Diesen einen wollten wir unbedingt befolgen, zumal er meinte, dass er erst letztens selbst dort gewesen sei und man auch immer noch free Camping machen könnte – wohlgemerkt legal].

Dort angekommen, dauerte es etwas bis wir die Quellen tatsächlich fanden, aber wir fanden sie. Die unteren, wunderschön am Fluss gelegen, waren leider überflutet vom Flusswasser und somit zwar da, aber kalt. Eine obere, etwas versteckt, war wohltemperiert und musste von uns sofort eingeweiht werden. Wir also wieder hoch zum Auto, Dinner gemacht und dann mit Handtüchern runter und nackt rein bei den warmen Strahlen der Abendsonne 🙂 Wow, wo gibt es das bitte?! Ein sehr genussvoller Moment.

Gegen 19:00 wollten wir dann das Zelt aufbauen, was bisher auch immer ohne Probleme geklappt hatte, doch bemerkten wir, als wir Maxi auspackten, dass wir die obere Zeltstange in Carpinteria Beach liegen gelassen hatten – Mist!

Was nun? Überall lagern Steine mit denen wir das Zelt beschweren konnten, denn Heringe bekam man in diesen Boden nicht rein, dann waren vom Kuscheldeckenkauf noch zwei Seile übrig geblieben, die ich glücklicherweise noch nicht weggeworfen hatte. Zudem hatten wir auch eine Wäscheleine und ein großes Seil mitgenommen, sodass wir es irgendwie hinbrachten das Zelt halbwegs sicher zum Stehen und Stehen bleiben zu bringen 🙂

Uff, war das ein Tag, aber nun kuscheln wir uns in die Schlafsäcke, dachte wir…..

MAXI ohne Oberstange