26. April 2019 Zion National Park

Nach einem laanggggeennnn Morgen im Zelt, begannen wir den Tag um 11:30 in einem Shuttle Bus sitzend auf direktem Wege rein in den Zion National Park.

Wir hätten uns zuvor eine Karte besorgt [gibt es immer am Eingang zu den National Parks und in den Tourist Centern] und unsere To-Do-Liste erstellt.
Erstmal ganz hoch zu den Narrows, danach die restlichen Stationen nach und nach abklappern. Wir hatten gute 34 Grad Celsius im Schatten, ca. 4 Liter Wasser dabei [empfohlene Menge pro Person am Tag sind eine Gallone!!! Hier in der Wüste ein MUSS] und natürlich ein Kopftuch, um uns vor einem Sonnenstich zu bewahren.

Der Free Shuttle Bus war schon sehr drollig: doppelter Wagon, maximal 30km|h und John, einer der urigen Busfahrer sowie eine Informationsansage zwischen den einzelnen Stationen.

Oben bzw. ich muss besser sagen, ganz hinten bei der Endhaltestelle Sinawava Temple im Canyon angekommen, stiefelten wir den Riverside Walk entlang. Es türmten sich rote Felswände, gestreift, neben uns auf. Schon auf der Busfahrt waren beeindruckende Aussichten auf uns hernieder geprasselt. Der braune angeschwollene Bach floss lautstark neben uns her und wir folgten seinem Ursprung [wo wir niemals ankamen]. Nach 40 Minuten kamen wir überraschend am Ende an, hielten Lunch und drehten danach wieder um. Natürlich steckte ich vorher noch meine Füße ins Wasser.

Auch auffallend [neben der Landschaft] waren die anhänglichen, fast aufdringlichen, Squirrels, die hier bis auf 2cm an einen heran hopsten, aber logischerweise von uns NICHT gefüttert wurden.

Am darauffolgenden Stop „Big Bend“ genossen wir den überwältigenden Panorama View. Dieses rote Gestein in den unterschiedlichsten Formationen ist so kolossal!

Dann ging es auch schon weiter zum „Wasserfall“ am Weeping Rock. Ein kurzer, steilerer Pfad führte uns innerhalb von 15 Minuten an einen großen Felsvorsprung, über den Wasser lief [aber noch sehr sparsam]. Trotzdem wieder mit ausgezeichnetem Landschaftsblick. Generell ist in den National Parks alles berauschend und groß und fantastisch und toll….

Von hier ging es wieder eine Station weiter zu The Grotto.

Leider waren sehr viele Trails noch geschlossen, weil Überschwemmung durch Schmelzwasser und Schnee sie nicht begehbar machten, daher nahmen wir von diesem Stop aus einen Verbindungsweg „Grotto Trail“ zum darunterliegenden Stop der Zion Lodge und setzten uns, nach kleiner Souvenirladentour, noch längere Zeit unter einen großen Baum auf eine Wiese, redeten und genossen die angenehme, inzwischen etwas abgekühlte, Temperatur.

Danach tuckerte das Büsschen wieder mit uns hinunter und entlud uns am Campingplatz. Wir kochten in der Sonne und ruhten uns ein wenig aus, bevor es noch den 2 stündigen Watchman Trail hinauf ging, um die Abendsonne noch vollkommen auszunutzen.

Dieser Trail war das Sahnehäubchen des Tages. Verhältnismäßig entspannt erklommen wir die Steigung, sahen wieder Eidechsen und Gekos und hatten einen malerischen Blick ins Tal, eingerahmt von den roten Steinmassiven. Ganz oben konnten wir auf den Watchman schauen und runter zum Fluss, sowie auf unseren Campingplatz.
Eine super Stimmung hatte nun die Landschaft ergriffen, sodass wir uns einen Moment nahmen, und hinsetzten und den Blick in die Ferne schweifen ließen.

Als es zu dämmern begann, machten wir uns über den Loop Trail wieder auf ins Tal, um gemütlich in unsere Fleecedeckenkissen zu fallen.

Schlaft gut, Ihr Lieben.