06. Mai 2019 Grand Canyon Day 4 Helicopter Tour, Petrified Forest und Ankunft mit belegtem Zimmer in Albuquerque um Mitternacht

Eine Dusche erwartet uns nach sechs Tagen Schweiß und Körpersäften. Yeah!!! Davor aber noch als Mufflons zum Mather Point ein letztes Mal Grand Canyon schauen, dann unter das warme 8 Minuten Nass. Üuh, nun waren wir wieder fresh.

Daher konnte nun mein Wunsch in Erfüllung gehen: einmal eine Helikopter Tour über den Canyon – wie vor 30 Jahren meine Mama. Ich wandel weiter auf ihren Spuren.

Leider ist meine Ökobilanz gerade echt am Arsch, Auto, Helikopter, hier gibt es keine Mülltrennung, wir vermeiden Plastik wo es geht, aber ganz aus dem Alltag bekommen wir es nicht… Ich habe in dieser Hinsicht ab und an ein schlechtes Gewissen und werde in Deutschland sehen wie ich mich ökologisch wieder reinwaschen kann. Neue Projekte…

Im Heli auf dem Special Platz mit Matt

Auf jeden Fall war der Flug der Wahnsinn. 25 Minuten sind auch vollkommen ausreichend UND ich bekam ein gratis Update, da mit mir im 6-Sitzer Heli zwei andere Pärchen waren. Diese wurden gemeinsam auf die Vierer Sitzgarnitur in den hinteren Teil des Helicopters verfrachtet und ich kam [ohne den üblichen 50$ Aufpreis] direkt nach vorne, zur Linken unseres Piloten Matt und hatte mal DIE Hammer Mega Krasse Bäm Aussicht!!!!!!! Mit Wasserfällen, epischer Musik, über dem Colorado, über die Felskante – OMG WAHNSINN!!! Mein Grinsen war nicht zu stoppen, diese Glücksgefühle – ein absoluter Rausch!

Nach diesem einschneidenden Erlebnis fuhren mein Partner und ich ca 3h zum Petrified Forest. Wir beide dachten ja, dies sei ein Wald – forest eben. Reingelegt – es ist ein versteinerter Wald. Wer besser im Amerikanischen bewandert ist als wir, wird es wohl vorher gemerkt haben. Haha.

Da wir erst gegen 18:00 am Parkeingang eintrafen, beeilten wir uns noch was bei untergehender Sonne zu sehen. Der Rainbow Forest war von besonderer prähistorischer Natur. Überall lagen Baumstämme aus Stein, die in Scheiben geschnitten schienen. Stücke hier Stücke da, wirklich überall. Als hätte ein Riese ein Sack voller Edelsteine auf einem 4 Hektar großen Territorium ausgekippt. Insgesamt mutete die Landschaft mit kleinen erodierten Canyons und salzwüstenartigem Boden eher wie die Dinolandschaft vor keine Ahnung wieviel Jahren an – oder eine Mondlandschaft, aber keinesfalls wie ein Fleckchen Erde mitten in den USA.

Oh, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir zuvor noch den Barringer Meteor Crater uns anschauen wollten, leider nur, schloss dieser um 17:00, also vier Minuten vor unserer Ankunft und hätte pro Erwachsener 16$ [!] gekostet, nein danke. Da ist der Petrified Forest attraktiver!

Um 19:00 beim Crystal Forest erklärte sich uns dann via Infoschild wie dieser Wald entstanden war. Da ich das jetzt nicht mehr richtig alles im Kopf habe, hänge ich das Foto der Infotafel unten an. Als wir dann weiterfahren wollten, wurden wir auf der Straße von einem Rangermobil angehalten: „Der Park habe jetzt geschlossen!“ Das hatten wir noch nie erlebt. Ein National Park mit Öffnungszeiten. Da hatte sich heute wohl der Wurm festgefressen. Egal, wir drehten um und nahmen unsere 3,5h Autofahrt nach Albuquerque auf.

Die Entstehung des Petrified Forest

Gut gelaunt fuhren wir souverän bis nach New Mexico. Dort angekommen, kam uns nichts anderes in den Sinn als in unsere Betten zu fallen, Problem nur, da lag schon jemand. Die Türe unseres Airbnb Zimmers war verriegelt und jemand schnarchte lautstark dahinter. Der Sohn der Vermieterin kam und fragte wie er uns helfen könne. Ich musste leise sprechen, da wir inzwischen nach Mitternacht hatten, aber die Situation war einfach zu komisch. Daraufhin kam dann auch noch der zweite Airbnb Gast aus seinem Zimmer und wir versuchten alle nicht vor lauter Situationskomik die Fassung zu verlieren. Schließlich erhielten wir den „Golden Room“, der im Erdgeschoss noch frei war und kamen gegen 1:00 nachts endlich zum schlafen. Augenblicklich fiel ich in einen traumlosen Schlummer.